Aurora Preis-Finalisten 2017

Fünf Finalisten für den Aurora-Preis zur Förderung der Menschlichkeit aufgrund ihrer inspirierenden Taten des Mitgefühls ausgewählt.
 
Die Auswahlkommission für den Aurora-Preis zur Förderung der Menschlichkeit hat heute die Namen der fünf Finalisten für 2017 veröffentlicht, und zwar auf Grundlage ihres außerordentlichen Einflusses, Mutes und Engagements zur Wahrung menschlichen Lebens und zur Förderung humanitärer Anliegen. Diese sind: 
  • Fr. Fartuun Adan und Fr. Ilwad Elman, Gründer des Elman Peace and Human Rights Centre, Somalia – Mutter und Tochter und unnachgiebig in ihrer Mission für den Schutz von Menschenrechten, Frauenrechten und die Verbesserung des Friedensaufbaus, der Entwicklungshilfe und der Rehabilitierung von Kindersoldaten angesichts unsicherer und gefährlicher Bedingungen.
  • Fr. Jamila Afghani, Vorsitzende der Noor Educational and Capacity Development Organization, Afghanistan – ein Opfer von Polio, das aus Versehen die Gabe des Lesens erhielt und ihr Leben dafür gewidmet hat, Mädchen und Frauen an das Lesen und an Bildung heranzuführen und dabei die Hilfe muslimischer Glaubensführer gewinnen konnte.  
  • Dr. Tom Catena, Chirurg am Mother of Mercy Hospital in den Nuba-Gebirgen, Sudan – Ein katholischer Missionar und Arzt, der seit fast ein Jahrzehnt der letzte verbliebene niedergelassene Arzt in einer abgelegenen und vom Bürgerkrieg gestraften Region ist und eine Bevölkerung von einer halben Millionen Menschen behandelt und dabei mehr als 1.000 Operationen pro Jahr durchführt.
  • Hr. Muhammad Darwish, Mediziner am Madaya Field Hospital, Syrien – Ein Student der Zahnmedizin kehrte zu seiner Heimatstadt zurück und übernahm die volle Verantwortung eines Arztes, indem er medizinische Maßnahmen durchführte, Betreuung anbot und eine sorgfältige Dokumentation der Krankheiten seiner Patienten führte, die, größtenteils Kinder, von stetiger Gewalt betroffen sind – dadurch hat diese gebeutelte Region internationale Aufmerksamkeit erlangt.
  • Dr. Denis Mukwege, gynäkologischer Chirurg und Gründer des Panzi Hospital, Demokratische Republik Kongo – Ein Geburtshelfer, der gynäkologischer Chirurg wurde und physische, psychische und rechtliche Hilfe für mehr als 50.000 Überlebende von sexueller Gewalt in einem kriegsgebeutelten Land anbietet und zugleich furchtlos versucht, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. 
Die Finalisten werden bei der Aurora-Preis-Zeremonie am 28. Mai 2017 in Jerewan, Armenien, geehrt, bei der auch der Träger des Aurora-Preises 2017 gekürt wird. Der Träger des Aurora-Preises erhält einen mit 100.000 US-Dollar dotierten Preis, um die Fortsetzung seiner Arbeit zu unterstützen, sowie einen mit 1.000.000 US-Dollar dotierten Preis, welcher ihm die einzigartige Gelegenheit gibt, den Zyklus des Gebens fortzusetzen, indem er Organisationen unterstützt, die seine Arbeit inspiriert haben. 
 
Die Auswahlkommission, unter dem Co-Vorsitz des Oscar-prämierten Schauspielers und Entwicklungshelfers George Clooney, umfasst die Nobelpreisträger Oscar Arias, Shirin Ebadi und Leymah Gbowee; Mary Robinson, die ehemalige Präsidentin Irlands; die Menschenrechtsaktivistin Hina Jilani; Gareth Evans, ehemaliger Außenminister Australiens und President Emeritus des International Crisis Group; und Ernesto Zedillo, ehemaliger Präsident Mexikos. Die Auswahlkommission wählt fünf Finalisten aus einer Liste von mehr als 550 Nominierungen für 254 Kandidaten aus, die von der Öffentlichkeit aus 66 Ländern und in 13 Sprachen eingesendet wurden. 
 
Im Namen der Aurora-Preis-Auswahlkommission hielt Vartan Gregorian, Mitglied der Auswahlkommission und Präsident der Carnegie Corporation of New York und Mitbegründer der Aurora Humanitarian Initiative, eine Rede und sagte: “Die enorme Resonanz auf unseren Aufruf für Nominierungen ist eine Bestätigung unserer geteilten Menschlichkeit. Geographische Lage und Begleitumstände unterscheiden sich von Kandidat zu Kandidat – aber es sind die Ähnlichkeiten, die alle verbinden. Einzelne Menschen riskieren ihre Gesundheit und Sicherheit, um denjenigen zu helfen, die dringend Unterstützung benötigen. Auroras Mission ist es, diese Retter zu unterstützen. Wir glauben, dass diejenigen, die geholfen werden, selbst den Zyklus der Dankbarkeit und des Gebens fortsetzen werden.”
 
Marguerite Barankitse von Maison Shalom und dem REMA Hospital in Burundi wurde am 24. April 2016 in Jerewan zur ersten Trägerin des Aurora-Preises gekürt. Nach der schrecklichen Erfahrung, als sie dazu gezwungen wurde, die Exekution von 72 Hutus ihrer Nachbarschaft mitanzusehen, die sie zuvor zu verstecken versucht hatte, verbrachte Fr. Barankitse, eine Tutsi, die letzten 20 Jahre damit, eine sichere Zuflucht für Waisenkinder und Flüchtlinge, die während des Bürgerkrieges in ihrem Land vor Gewalt und Missbrauch flohen, anzubieten. Sie hat etwa 30.000 Kinder gerettet und ausgebildet und das Hospital, das sie 2008 eröffnete, hat bis heute mehr als 80.000 Menschen behandelt. 
 
“Kinder aus Brasilien bis Äthiopien und bis hin zu den burundischen Flüchtlingen in Ruanda entwickeln sich heute, weil sie jetzt die Liebe, Bildung und Unterstützung haben, die sie brauchen, dank der großzügigen Förderung des Aurora-Preises 2016”, sagte Barankitse. “Die einflussreiche Arbeit der Finalisten von 2017 ist wahrhaft inspirierend. Diese Individuen verkörpern mit ihren Taten den Geist der Dankbarkeit, indem sie die Hoffnung von so vielen Brüdern und Schwestern auf der Welt am Leben halten. Ihre Arbeit ist dazu bestimmt, das menschliche Potential der Liebe zu entfalten.” 
 
Der Aurora-Preis zur Förderung der Menschlichkeit wurde 2015 durch die Aurora Humanitarian Initiative im Namen der Überlebenden des Völkermordes an den Armeniern und in Dankbarkeit gegenüber ihren Rettern gegründet. Der Aurora-Preis wird jährlich bis 2023 eine Person auszeichnen, in Erinnerung an die acht Jahre des Völkermordes an den Armeniern (1915 -1923).
 
Nominierte Organisationen 2017
 
Jeder Finalist wurde dazu eingeladen, bis zu drei Organisationen zu nominieren, die einen mit 1 Million Dollar dotierten Preis erhalten.  
 
Fr. Fartuun Adan und Fr. Ilwad Elman
 
Elman Peace & Human Rights Centre, Somalia
Vive Zene, Center for Therapy and Rehabilitation, Bosnien-Herzegowina
Panzi Foundation, USA und DRK
 
Fr. Jamila Afghani
 
Women’s Islamic Initiative in Spirituality & Equality (WISE), USA
Tanenbaum Center for Interreligious Understanding, USA
Karama Network of Advocacy and Human Rights (KNAHR), Afghanistan
 
Dr. Tom Catena
 
African Mission Healthcare Foundation (AMHF), USA
Catholic Medical Mission Board (CMMB), USA

Aktion Canchanabury, Deutschland
 
Hr. Muhammad Darwish
 
Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontiėres (MSF), Schweiz
 
Dr. Denis Mukwege, Panzi Foundation in USA und DRK
 
Yennenga Progress (Schweden)
L’Association des Victimes, Parents et Amies du 28 Septembre 2009 (AVIPA), Guinea
 

 

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