Scaling up Impact

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Die dritte Gesprächsrunde der Aurora Dialogues Berlin 2018, an der globale humanitäre Aktivisten und Hilfsorganisationen teilnahmen, fand am 12. Dezember 2018 statt und wurde mit Begrüßungsworten von Moderator Nik Gowing, dem international bekannten Fernsehjournalisten und Gastprofessor am Kings College London, eröffnet. Andreas Rickert, CEO und Gründer von PHINEO, Goran Buldioski, Co-Direktor der Open Society Initiative für Europa, Geert Cappelaere, UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, Megan Roberts, Stellvertretende Direktorin für Politikplanung der United Nations Foundation, und Ruben Vardanyan, Mitbegründer der Aurora Humanitarian Initiative, nahmen an der Diskussion mit dem Thema Scaling up Impact teil.
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Die dritte Gesprächsrunde der Aurora Dialogues Berlin 2018, an der globale humanitäre Aktivisten und Hilfsorganisationen teilnahmen, fand am 12. Dezember 2018 statt und wurde mit Begrüßungsworten von Moderator Nik Gowing, dem international bekannten Fernsehjournalisten und Gastprofessor am Kings College London, eröffnet. Andreas Rickert, CEO und Gründer von PHINEO, Goran Buldioski, Co-Direktor der Open Society Initiative für Europa, Geert Cappelaere, UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, Megan Roberts, Stellvertretende Direktorin für Politikplanung der United Nations Foundation, und Ruben Vardanyan, Mitbegründer der Aurora Humanitarian Initiative, nahmen an der Diskussion mit dem Thema Scaling up Impact teil.
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Andreas Rickert, CEO und Gründer von PHINEO, betonte die Bedeutung einer starken Zivilgesellschaft, die ihr Engagement ausbauen kann, um den Einfluss zu vergrößern. Ihm zufolge nehmen die Regierungen zwar bei sozialen Fragen eine wichtige Rolle ein, sind jedoch nicht in der Lage, die Probleme allein zu lösen. Dies trifft auch auf den privaten Sektor zu. „Ich denke, dass ein Teil der Lösung der sogenannte ‚dritte Sektor‘ ist – die Zivilgesellschaft. Aber viele Menschen wissen nicht, wie groß dieser Sektor ist, und die meisten Menschen unterschätzen vollkommen das Potenzial, das uns in der Zivilgesellschaft zur Verfügung steht“, sagte er.

Geert Cappelaere, UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, verwies darauf, wie wichtig es ist, noch mehr Menschen zu erreichen, denn für viele kommt die Hilfe zu spät. Die Konditionalität macht es schwierig, allen Menschen zu helfen. „Wie können wir den Einfluss vergrößern? Wir können vielleicht mit finanzieller Unterstützung anfangen. Dabei muss hervorgehoben werden, dass die finanzielle Unterstützung zunehmend an Auflagen geknüpft wird, bei denen nicht mehr die Bedürfnisse der Menschen, denen eigentlich geholfen werden soll, sondern andere Interessen im Mittelpunkt stehen. Es geht um politische Agenda, Wirtschaftsagenda, Steueragenda und nicht mehr nur um die Bedürfnisse der Menschen, denen wir helfen wollen“, führte er aus.

Goran Buldioski, Co-Direktor der Open Society Initiative für Europa und Direktor des OSF-Büros in Berlin, äußerte seine Besorgnis darüber, dass insbesondere in den Industrieländern die Zivilgesellschaft Teil des Systems werde. „In der reichen Welt müssen wir unseren Blick auch auf die Bedürftigen unter uns richten. Wir scheinen genau das vergessen zu haben“, sagte Goran Buldioski.

Megan Roberts, Stellvertretende Direktorin für Politikplanung der United Nations Foundation, unterstrich die besondere Bedeutung von gemeinsamen Werten in der Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor. Sie nannte auch ein Beispiel für eine Umfrage, die vor Kurzem von einem Privatunternehmen durchgeführt worden war. Laut der Umfrage sind die Befragten im privaten Sektor der Ansicht, dass eine zweckgerichtete Arbeitsweise und eine ethisch geprägte Strategie zu einer Steigerung der Einnahmen führen. „Ich denke, dass eine umfassendere Anerkennung dieser Aspekte neue Möglichkeiten für verschiedene Arten von Partnerschaften mit den unterschiedlichsten Partnern in der Zivilgesellschaft eröffnen“, merkte sie an.

Ruben Vardanyan, Impact Investor und Social Entrepreneur und Mitbegründer der Aurora Humanitarian Initiative, ging ausführlich auf die langfristigen Auswirkungen ein, die Philanthropie auf der ganzen Welt haben könnte und sollte. „Zunächst ist es natürlich persönlich, aber Spender verfolgen nach ihren Geldspenden nicht, welche Ergebnisse damit erzielt werden. Das ist eines der Probleme. <…> Man muss ein System aufbauen. Die gute Nachricht für uns ist, dass die Aufforderung dazu kommen wird.“

Die gesamte Videoaufzeichnung der Diskussion können Sie nachstehend ansehen (auf Englisch).

 

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Die dritte Gesprächsrunde der Aurora Dialogues Berlin 2018.
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