Interview mit Tom Catena

German
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Das Q&A war Teil der Aurora Dialogues Berlin 2018, bei denen globale humanitäre Aktivisten und Hilfsorganisationen zusammenkamen. Das Interview der Tagesspiegel-Redakteurin Dorothee Nolte mit dem Vorsitzenden der Aurora Humanitarian Initiative, Dr. Tom Catena, Arzt am Mother of Mercy Hospital in den Nuba-Bergen und Aurora-Preisträger 2017, fand am 11. Dezember 2018 statt.
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Das Q&A war Teil der Aurora Dialogues Berlin 2018, bei denen globale humanitäre Aktivisten und Hilfsorganisationen zusammenkamen. Das Interview der Tagesspiegel-Redakteurin Dorothee Nolte mit dem Vorsitzenden der Aurora Humanitarian Initiative, Dr. Tom Catena, Arzt am Mother of Mercy Hospital in den Nuba-Bergen und Aurora-Preisträger 2017, fand am 11. Dezember 2018 statt.
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Dr. Catena blickte auf die Jahre zurück, in denen er am College studierte. Schon damals war es sein Lebensziel, Missionar zu werden. Nach seinem College-Abschluss studierte er Medizin und ging schließlich nach Afrika – das war vor 20 Jahren. Seit 14 Jahren lebt und arbeitet er in den Nuba-Bergen im Sudan. Viele Jahre lang war er dort der einzige praktizierende Arzt, denn während des Bürgerkriegs haben sich die meisten NGOs und humanitären Hilfsorganisationen zurückgezogen – er jedoch blieb. „Ich sagte, ich kann nicht raus, weil die Leute dort überhaupt keinen Arzt haben. Zu dieser Zeit gab es in den Nuba-Bergen keinen anderen Arzt. Ich denke, ich hätte nicht mit einem guten Gewissen leben können, wenn ich die Menschen dort im Stich gelassen hätte“, merkte er an.

Also blieb er und setzte seine Mission fort. Dr. Catena war über zehn Jahre lang der einzige Arzt in der Region und führte jedes Jahr über 1.000 Operationen durch. Jetzt reist er als Aurora-Preisträger durch die ganze Welt, um die Aktivitäten und den Einfluss von Aurora weiter auszubauen. „Ich hoffe, dass ich in dieser kurzen Zeit, die mir für Aurora zur Verfügung steht, erreichen kann, Menschen zusammenzubringen – Menschen im Hintergrund, Menschen, die arbeiten, und die großen humanitären Gruppen und anderen Akteure. Alle müssen mithelfen und zusammenarbeiten und versuchen, Lösungen zu finden“, betonte er.

Die gesamte Videoaufzeichnung des Interviews können Sie nachstehend ansehen (auf Englisch).

 

Subtitle: 
Die unglaubliche Lebensgeschichte des ersten Vorsitzenden der Aurora Humanitarian Initiative, von ihm selbst erzählt.
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